{"id":406,"date":"2023-05-10T09:26:13","date_gmt":"2023-05-10T07:26:13","guid":{"rendered":"https:\/\/schuelerzeitung-ass.de\/?p=406"},"modified":"2023-05-10T09:26:13","modified_gmt":"2023-05-10T07:26:13","slug":"kein-planet-b","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schuelerzeitung-ass.de\/?p=406","title":{"rendered":"Kein Planet B"},"content":{"rendered":"\n<p>von Qanta Ahmad; Foto von Pixabay<\/p>\n\n\n\n<p>Der Klimawandel existierte schon immer. War der CO\u2082-Aussto\u00df anfangs zun\u00e4chst gering, hat sich die Erderw\u00e4rmung heute zum globalen Problem entwickelt. Forscherinnen und Forscher k\u00f6nnen keine Experimente durchf\u00fchren, weil es keinen Planeten B gibt. Wenn wir nicht jetzt einschreiten, wird dies vielleicht das Ende sein. Aber was ist eigentlich der Klimawandel und was k\u00f6nnen wir dagegen unternehmen?<\/p>\n\n\n\n<p>Christiane Toyka-Seid und Gerd Schneider definieren in ihrem Lexikoneintrag ,,Klima \/ Wetter\u201c die globale Erw\u00e4rmung und den Klimawandel folgenderma\u00dfen: ,,Die globale Erw\u00e4rmung der Erde, die sich zum Beispiel im Verschwinden der Alpengletscher zeigt, ist ein Klimavorgang, der sich \u00fcber eine lange Zeit erstreckt. F\u00fcr diese globale Erw\u00e4rmung ist in den letzten Jahren das Wort \u201aKlimawandel\u2018 gepr\u00e4gt worden. Das hei\u00dft, es hat sich am Zustand der Atmosph\u00e4re, die unsere Erde umgibt, etwas ver\u00e4ndert: Es sind zu viele Schadstoffe wie Kohlenstoffdioxid hineingelangt, die Luft ist w\u00e4rmer geworden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Laut Umweltbundesamt Dessau-Ro\u00dflau sind anthropogene Emissionen, also menschengemachte Treibhausgasfreisetzungen, die Ursache f\u00fcr den Klimawandel. Die Gase sammeln sich in der Luftschicht und f\u00fchren zur Erw\u00e4rmung der Erde. Dadurch steigt die Anzahl hei\u00dfer Tage, was ein Diagramm des Deutschen Wetterdienstes aus dem Jahr 2019 zeigt: So waren 2003, 2015 und 2018 die Jahre mit den meisten Tagen mit einer Temperatur \u00fcber 30 \u00b0C, und zwar, gemittelt in Deutschland, zwischen 18 und 20 hei\u00dfen Tagen. Durch den Klimawandel ist damit zu rechnen, dass die hei\u00dfen Tage in den Sommermonaten noch weiter zunehmen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute liegt die globale Erderw\u00e4rmung bei ca. +1,2 \u00b0C gegen\u00fcber der vorindustriellen Zeit. Um einem weiteren Voranschreiten entgegenzuwirken, wurde auf der Pariser Klimakonferenz (COP21) im Dezember 2015 das Pariser \u00dcbereinkommen verabschiedet, das die Begrenzung der Erderw\u00e4rmung auf deutlich unter 2 \u00b0C, m\u00f6glichst jedoch auf 1,5 \u00b0C, vorsieht. Ziel des Pariser Abkommens ist es ebenfalls, den Treibhausgasaussto\u00df bis 2030 im Vergleich zu 1990 um 40 % zu reduzieren. Damit das \u00dcbereinkommen in Kraft treten konnte, war eine Ratifizierung durch mindestens 55 Treibhausgasemissionen verursachende Staaten, darunter auch Deutschland, notwendig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Letzte Hoffnungen f\u00fcr Planet A<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In ihrem in 2019 ver\u00f6ffentlichten Klima-Podcast ,,Klimafreundliches Verhalten wird belohnt\u201c gibt die ehemalige Bundesumweltministerin Svenja Schulze Tipps zur Regulierung des CO\u2082-Aussto\u00dfes. So sollten Fl\u00fcge innerhalb des Landes vermieden und stattdessen die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel, wie etwa Busse oder Bahnen, genutzt werden. Auf kurze Trips mit dem Flugzeug sei generell zu verzichten \u2013 bleibe man l\u00e4nger am Ort, lohne sich das Fliegen. Der Kauf regionaler Lebensmittel helfe dabei, den Transport aus anderen L\u00e4ndern zu verhindern und somit den <a>CO\u2082<\/a>-Aussto\u00df zu reduzieren. Au\u00dferdem sei es ratsam, den Fleischkonsum zu senken, da Methan, eines der st\u00e4rksten Treibhausgase, beispielsweise in Rinderm\u00e4gen entsteht und dieses dann von K\u00fchen auf der Weide ausgesto\u00dfen wird. Methan sei zehn- bis zwanzigmal sch\u00e4dlicher f\u00fcr die Umwelt als CO\u2082. F\u00fcr k\u00fcrzere Strecken r\u00e4t Schulze auf das Auto zu verzichten und das Fahrrad zu nehmen sowie keine Brenner-Autos mehr zu kaufen, sondern die umweltfreundlicheren E-Autos, zumal der Tank f\u00fcr Brenner-Autos teurer werde. Sie bef\u00fcrwortet den Austausch von \u00d6l-Heizungen durch elektrisierte, die gleich w\u00e4rmen und zugleich umweltfreundlicher seien, und weist darauf hin, dass alles bereits vorhanden sei, man m\u00fcsse sich nur noch anpassen. Auf die Frage, was es n\u00fctze, wenn nur Deutschland allein versuche, dem Klimawandel entgegenzuwirken, erkl\u00e4rt Schulze, dass andere L\u00e4nder auf Deutschland schauen w\u00fcrden und dann ebenfalls anfangen w\u00fcrden zu handeln. Au\u00dferdem z\u00e4hle jede Tonne CO\u2082. Und was k\u00f6nnen wir Offenbacher Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler gegen den Klimawandel tun?<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eFridays for Future\u201c(FFF) \u2013 von dieser Bewegung h\u00f6rte man in 2019 \u00f6fter in den Nachrichten oder man sah Plakate von Klimaschutzaktivisten, die demonstrierten, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Als Gr\u00fcnderin der Klimabewegung gilt die heute 20-j\u00e4hrige Greta Thunberg aus Schweden. Anstelle zur Schule zu gehen, streikte die damals 15-J\u00e4hrige f\u00fcr das Klima und setzte sich drei Wochen lang t\u00e4glich vor das Parlamentsgeb\u00e4ude in ihrer Heimatstadt Stockholm. Anschlie\u00dfend streikte sie jeden Freitag und lie\u00df die Politikerinnen und Politiker wissen, dass sie so lange weitermachen w\u00fcrde, bis sich diese tats\u00e4chlich f\u00fcr das Klima einsetzen w\u00fcrden. Ihr Aufruf m\u00fcndete in eine weltweite Bewegung und mehr als 10.000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus den verschiedensten L\u00e4ndern gingen freitags raus auf die Stra\u00dfe, um zu protestieren und nahmen daf\u00fcr schlechtere Schulnoten in Kauf. Sie wollten, dass die L\u00e4nder, die das Pariser \u00dcbereinkommen ratifiziert hatten, nicht nur leere Versprechen machen, sondern tats\u00e4chlich Ma\u00dfnahmen in ihrem Land ergreifen, um den CO\u2082-Aussto\u00df auf 1,5 % zu senken. Auch wir Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen hier in Offenbach k\u00f6nnen etwas f\u00fcr den Klimawandel tun. Wir k\u00f6nnen uns gesellschaftlich engagieren und uns der \u201eFridays for Future\u201c-Ortsgruppe anschlie\u00dfen, gemeinsam Vorschl\u00e4ge sammeln und unsere Ideen einbringen. Zudem sollten auch wir anfangen, die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel, wie Busse oder Bahnen, zu nutzen, um zur Schule zu kommen, statt uns von unseren Eltern mit dem Auto fahren zu lassen. Au\u00dferdem sollten wir uns zusammen mit der ,,Fridays for Future\u201c-Ortsgruppe an den globalen Klimastreiks beteiligen, damit wir mehr Aufmerksamkeit von der Stadt bekommen. Jeder Einzelne von uns kann etwas tun. Es ist noch nicht zu sp\u00e4t, um zu handeln. Unsere Zukunft und die der n\u00e4chsten Generationen liegt in unseren H\u00e4nden!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Qanta Ahmad; Foto von Pixabay Der Klimawandel existierte schon immer. War der CO\u2082-Aussto\u00df anfangs zun\u00e4chst gering, hat sich die Erderw\u00e4rmung heute zum globalen Problem entwickelt. 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