{"id":756,"date":"2025-05-09T19:48:54","date_gmt":"2025-05-09T17:48:54","guid":{"rendered":"https:\/\/schuelerzeitung-ass.de\/?p=756"},"modified":"2025-05-09T19:48:54","modified_gmt":"2025-05-09T17:48:54","slug":"hola-alemania-spanischer-wind-an-der-albert-schweitzer-schule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schuelerzeitung-ass.de\/?p=756","title":{"rendered":"\u00a1Hola, Alemania! \u2013 Spanischer Wind an der Albert-Schweitzer-Schule"},"content":{"rendered":"\n<p>von Sofia Davidovic<\/p>\n\n\n\n<p>Mut zur Selbstst\u00e4ndigkeit, wechselseitiger Respekt und soziale Verantwortung \u2013 diese Werte pr\u00e4gen das Leitbild der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) und zeigen, wof\u00fcr sie einsteht. Um diesen Werten Leben zu verleihen, organisiert die Schule gemeinsam mit ihren Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern alle zwei Jahre einen Sch\u00fcleraustausch mit ihrer Partnerschule in Spanien. Dabei besuchen spanische Jugendliche f\u00fcr eine Woche die Albert-Schweitzer-Schule und erleben den deutschen Alltag hautnah, indem sie bei ihren Austauschpartnern zu Hause wohnen, mit ihnen zur Schule gehen und Teile Deutschlands besichtigen. Im Anschluss daran folgt der Gegenbesuch, bei dem die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der ASS nun den spanischen Alltag aus n\u00e4chster N\u00e4he kennenlernen.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit Beginn des Jahres treffen sich die Teilnehmer des diesj\u00e4hrigen Austauschs jeden Donnerstag in der Mittagspause, um die Details des Programms \u2013 insbesondere die Ausfl\u00fcge mit den spanischen G\u00e4sten \u2013 zu organisieren. Von Tickets f\u00fcr Busse und Ausstellungen bis hin zu historischen Fakten wurde alles sorgf\u00e4ltig recherchiert und vorbereitet, sodass der Austausch erfolgreich stattfinden konnte. Zudem wurden bereits vor der ersten Begegnung Kontaktdaten ausgetauscht, wodurch die M\u00f6glichkeit geboten wurde, die jeweiligen Partner besser kennenzulernen und erste Freundschaften zu kn\u00fcpfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 25. M\u00e4rz war es endlich soweit \u2013 voller Vorfreude, Aufregung und Spannung wurden die spanischen G\u00e4ste am Frankfurter Flughafen von ihren Partnern empfangen. Umarmungen, l\u00e4chelnde Gesichter und ein Schleier der Vollkommenheit pr\u00e4gten diesen einzigartigen Moment \u2013 und obwohl es die erste Begegnung mit den spanischen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler war, entstand nicht der Eindruck eines blo\u00dfen Treffens zwischen zwei Jugendlichen, die rund 2.000 Kilometer voneinander entfernt leben. Vielmehr f\u00fchlte es sich an, als w\u00fcrde man einen alten Freund wiedersehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um den spanischen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern kultiviert und zuvorkommend zu begegnen, wurde am n\u00e4chsten Tag eine wertsch\u00e4tzende Begr\u00fc\u00dfung in der Mediathek organisiert. An dieser nahmen sowohl die Lehrkr\u00e4fte der Austauschgruppe als auch Fachkolleginnen und -kollegen unserer Schule sowie selbstverst\u00e4ndlich unser Schulleiter teil. Es wurde eine Vorstellungsrunde von den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie auch von den Lehrkr\u00e4ften beider Schulen gehalten. Im Anschluss folgte der erste Ausflug in das facettenreiche Frankfurt. Unterwegs lernten sie nicht nur das System unserer \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel kennen, auch stellten sie Fragen \u00fcber den Alltag, insbesondere zum t\u00e4glichen Schulweg, wann man aufstehen muss, und zu typischen Angewohnheiten in Deutschland. In Frankfurt bot sich das Gl\u00fcck, dass sich ein ehemaliger Lehrer der ASS, Herr Caprivi, bereit erkl\u00e4rte, eine kleine F\u00fchrung durch die Altstadt zu halten. Er kl\u00e4rte die Gruppe auf Spanisch \u00fcber das bekannte Geb\u00e4ude \u201eR\u00f6mer\u201c auf und erz\u00e4hlte ihnen einiges \u00fcber die Fachwerkh\u00e4user sowie die Restaurierung der Altstadt. Zudem fand eine Besichtigung des Goethe-Hauses statt, und am Ende des Tages durften die G\u00e4ste gemeinsam mit ihren Partnern die Stadt eigenst\u00e4ndig erkunden. Dabei wurden ihnen von den deutschen Jugendlichen viele bekannte Gesch\u00e4fte und Orte gezeigt, wie beispielsweise die Aussicht vom Caf\u00e9 der Galeria Kaufhof, der Lego Store in der Zeil, zahlreiche S\u00fc\u00dfigkeitenl\u00e4den sowie der Eiserne Steg. Gegen Ende waren die Austauschsch\u00fclerinnen und -sch\u00fcler ersch\u00f6pft, weshalb sie \u00fcber die in Spanien \u00fcbliche <em>Siesta<\/em> sprachen \u2013 einen Mittagsschlaf, dem viele Spanier zugeneigt sind. Aus diesem Grund haben unter anderem einige Firmen w\u00e4hrend dieser Zeit eine Pause f\u00fcr ihre Mitarbeitenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der H\u00f6hepunkt der organisierten Exkursionen war vermutlich jedoch der Heidelberg-Ausflug, der am n\u00e4chsten Tag stattfand. Obwohl die f\u00fcr Heidelberg bekannte Bergbahn leider defekt war, gab es neben dem Heidelberger Schloss, welches von innen einen genauso magischen Ausblick bot, durch die wundersch\u00f6ne Stadt trotzdem viel zu sehen uns zu erkunden. Au\u00dferdem wurde die Gelegenheit auch genutzt, um den spanischen G\u00e4sten typisch deutsches Essen zu zeigen, weshalb sie Currywurst mit Pommes frites und Roggenbrot probieren sollten. Doch neben dem Ausflug selbst bot sich auch die lange Fahrt an, um viel voneinander zu lernen und den jeweiligen Kulturen zu berichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich wurden neben diesen St\u00e4dten auch die ASS und Offenbach selbst nicht vergessen, weshalb die spanischen Jugendlichen am darauffolgenden Tag zwei Stunden des Fremdsprachenunterrichts an der ASS hospitieren durften. Zugegeben: Es fand kein gew\u00f6hnlicher Unterricht statt, vielmehr stellten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der ASS den Austauschsch\u00fclerinnen und -sch\u00fclern Fragen \u00fcber den Unterricht in Spanien, und es wurde die M\u00f6glichkeit geboten, sich mit ihnen auf Spanisch zu unterhalten. Zudem wurde ihnen ein wenig von unserer Schule gezeigt, darunter die Mensa, das Neubaugeb\u00e4ude, die Pausenh\u00f6fe und die einzelnen Stockwerke.<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Halt an diesem Tag war der Offenbacher Markt, bei dem Herr Camacho die F\u00fchrung \u00fcbernahm. \u00dcberraschenderweise kannte er viele der Verk\u00e4ufer, die ebenfalls Spanisch sprachen, sodass diese den Austauschsch\u00fclerinnen und -sch\u00fclern direkt vor Ort etwas \u00fcber den Markt berichten konnten. F\u00fcr die spanischen G\u00e4ste waren vor allem die Vielfalt sowie die Frische, welche auf dem Markt geboten wurden, eindrucksvoll. Von K\u00e4se, Fleisch und Fisch bis hin zu prallen Fr\u00fcchten und knackigem Gem\u00fcse \u2013 alles war dabei. Im Anschluss folgte eine Rallye, bei der die Gruppe unter anderem die Stadtbibliothek, den Main, die Oper sowie das B\u00fcsingpalais in Begleitung ihrer Partner besichtigen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am kommenden Wochenende durften die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler selbst mit ihren Familien entscheiden, was man den spanischen G\u00e4sten zeigen k\u00f6nnte. Einige schauten sich ein Fu\u00dfballspiel an, besichtigten Museen oder nahegelegene St\u00e4dte wie Idstein, andere unternahmen typische Freizeitaktivit\u00e4ten wie Bowling oder einen gemeinsamen Filmabend und wiederum andere besichtigten die Natur, Bauernh\u00f6fe und W\u00e4lder.<\/p>\n\n\n\n<p>Als am Montag der letzte gemeinsame Ausflug bevorstand, wurde eines klar: Die vergangenen Tage hatten die Austauschsch\u00fclerinnen und -sch\u00fcler sp\u00fcrbar enger miteinander verbunden. Aus anf\u00e4nglicher Zur\u00fcckhaltung war ein vertrautes Miteinander geworden \u2013 gepr\u00e4gt von Offenheit, gemeinsamen Erlebnissen und viel gegenseitigem Lachen trotz Sprachbarriere. Auch die finale Exkursion nach Mainz war ein voller Erfolg und hinterlie\u00df mit den zahlreichen Fachwerkh\u00e4usern, dem Dom sowie dem Gutenberg-Museum nochmals einen brennenden Eindruck von Deutschland und seiner Kultur.<\/p>\n\n\n\n<p>Um diese gro\u00dfartige Woche abzuschlie\u00dfen, fand am letzten Abend eine Abschiedsfeier mit Buffet in der Mensa statt, bei der nicht nur die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie die Lehrkr\u00e4fte teilnahmen, sondern auch die Eltern. Repr\u00e4sentativ f\u00fcr die vielen einzigartigen Talente der ASS wurde von zwei Sch\u00fclern Klavier und Geige gespielt. Das Finale bildete eine Tanzeinheit von Herrn Camacho, die damit endete, dass die Spanierinnen und Spanier uns viele typische T\u00e4nze beibrachten und wir alle gemeinsam tanzten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nichtsdestotrotz nahm auch diese wunderbare Woche am n\u00e4chsten Tag ein Ende, als die G\u00e4ste wieder zum Flughafen gebracht wurden. Ganz viele Umarmungen und Gl\u00fcckw\u00fcnsche schweiften umher, bis es Zeit wurde, sich von den Partnern zu verabschieden. Nun hei\u00dft es warten bis zum 14. Mai, wenn die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der ASS nach Spanien fliegen und ihre neu gewonnen Freunde wiedersehen k\u00f6nnen. Aus erster Hand kann ich berichten, dass dies eine wirklich aufschlussreiche und wundersch\u00f6ne Woche war \u2013 gepr\u00e4gt von kultureller Sch\u00f6nheit und zahlreichen gro\u00dfartigen Momenten, in der ich nicht nur neue Freunde finden konnte, sondern auch etwas \u00fcber die Unterschiede unserer L\u00e4nder lernen durfte und selbst meiner Austauschsch\u00fclerin und den anderen Teilnehmenden etwas \u00fcber mein Leben in Deutschland beibringen konnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Sofia Davidovic Mut zur Selbstst\u00e4ndigkeit, wechselseitiger Respekt und soziale Verantwortung \u2013 diese Werte pr\u00e4gen das Leitbild der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) und zeigen, wof\u00fcr sie einsteht. Um diesen Werten Leben zu verleihen, organisiert die Schule gemeinsam mit ihren Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern alle zwei Jahre einen Sch\u00fcleraustausch mit ihrer Partnerschule in Spanien. 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