{"id":857,"date":"2025-11-19T07:57:00","date_gmt":"2025-11-19T06:57:00","guid":{"rendered":"https:\/\/schuelerzeitung-ass.de\/?p=857"},"modified":"2025-11-18T18:59:16","modified_gmt":"2025-11-18T17:59:16","slug":"von-korea-bis-zur-ass-eine-begegnung-die-verbindet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schuelerzeitung-ass.de\/?p=857","title":{"rendered":"Von Korea bis zur ASS \u2013 Eine Begegnung, die verbindet"},"content":{"rendered":"\n<p>von Sofia Davidovic<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen einem europ\u00e4ischen Klassenzimmer und dem Schultag am anderen Ende Asiens liegen nicht nur 8.500 Kilometer Luftlinie, sondern auch viele spannende kulturelle Unterschiede. W\u00e4hrend man in Deutschland gem\u00fctlich fr\u00fchst\u00fcckt, ziehen koreanische Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ihre Schuluniformen an, die oft mit gro\u00dfer Sorgfalt und Pflichtbewusstsein getragen werden. Doch nicht nur die Kleidung unterscheidet den koreanischen Schultag von unserem, auch beginnt der Unterricht oft fr\u00fcher. Zudem sind die Pausen strenger geregelt und w\u00e4hrend bei uns lebhafte Diskussionen und Gruppenarbeiten willkommen sind, setzt man in Korea auf Respekt, Ordnung und Disziplin.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch welche Wirkung hat unser Alltag auf junge koreanische Menschen? Diese Frage konnten wir im Rahmen eines Sch\u00fclerbesuches einer Gruppe koreanischer Oberstufensch\u00fclerinnen und -sch\u00fcler am 27.08.2025 beantworten. Bei diesem wurden nicht nur Distanz und die vielen kulturellen Unterschiede \u00fcberwunden, sondern es entstand auch eine wertvolle Begegnung, bei der beide Seiten voneinander lernen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend einer neunt\u00e4gigen Klassenfahrt durch Deutschland, bei der ausgew\u00e4hlte Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler verschiedener Schulen aus Korea St\u00e4dte wie Berlin und Frankfurt erkundeten, legten sie auch einen Zwischenstopp an unserer Schule ein, die daf\u00fcr bekannt ist, kulturelle Vielfalt und interkulturelles Lernen zu f\u00f6rdern. Neben einer F\u00fchrung durch unsere Schule wollte man es dem Besuch erm\u00f6glichen, die deutsche Schule hautnah zu erleben. Dazu lud man freiwillige Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) ein, eine oder einen der koreanischen G\u00e4ste zwei Stunden durch den Schultag mitzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als es dann in der vierten Stunde schlie\u00dflich so weit war und die koreanischen Jugendlichen abgeholt werden sollten, wurde man erst einmal mit einem Applaus begr\u00fc\u00dft &#8211; ein etwas unerwarteter, aber sehr wertsch\u00e4tzender Empfang, der Neugier weckte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die koreanischen G\u00e4ste zeigten sich zun\u00e4chst sehr zur\u00fcckhaltend und begleiteten nach einer kurzen Begr\u00fc\u00dfung und Vorstellung ihre Partnerinnen und Partner schweigend in die jeweiligen Unterrichtsr\u00e4ume. Doch mit der Zeit wirkten sie immer interessierter an unserem Alltag. So stellten sie auf Englisch Fragen zu unseren Mitschriften, den Smartboards und unseren Unterrichtsf\u00e4chern. Auch der lockere Umgang mit den Lehrkr\u00e4ften fiel ihnen auf, ebenso die Tatsache, dass im Unterricht viel gesprochen und diskutiert wird. Sie erkl\u00e4rten, dass in Korea meistens nur die Lehrerinnen und Lehrer spr\u00e4chen und die Sch\u00fclerschaft in der Regel viel ruhiger sei. W\u00e4hrend der Pause stauenten sie \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe des Schulgeb\u00e4udes und merkten an, dass hier viele Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler untergebracht seien.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach den zwei Stunden bot sich die Gelegenheit, mit dem koreanischen Besuch in der Mensa zu essen, wodurch viele Gespr\u00e4che zustande kamen. Unter anderem erfuhren wir, dass man sich selbst in Korea internationale Namen gebe, da ihre koreanischen Namen f\u00fcr viele schwer zu merken seien. Umgekehrt gaben sie auch den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern aus Deutschland koreanische Namen. So wurde mein Name Sofia beispielsweise zu \uc11c\ud604 (Seo-hyeon).<\/p>\n\n\n\n<p>Im Anschluss hielt eine Gruppe von vier Sch\u00fclern einen Vortrag \u00fcber das Schulsystem in Korea. Eine weitere Gruppe von Sch\u00fclerinnen stellte uns mittels einer Pr\u00e4sentation die etablierte K-Pop- sowie Filmkultur des Landes vor. Au\u00dferdem f\u00fchrte eine dritte Gruppe einen in Korea popul\u00e4ren K-Pop-Tanz auf. Zum Abschluss wurden auf dem Klavier traditionelle koreanische Lieder mit gesanglicher Begleitung vorgespielt, die f\u00fcr Faszination sorgten. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die koreanischen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler hatten dieses Programm freiwillig vorbereitet sowie aus Dankbarkeit dar\u00fcber, dass sie unsere Schule besuchen durften. Dies zeigt nicht nur Respekt und H\u00f6flichkeit, sondern spiegelt auch den Flei\u00df und die Wertsch\u00e4tzung in der koreanischen Kultur wider.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Dankesch\u00f6n brachten sie sogar kleine Geschenke aus Korea f\u00fcr ihre jeweiligen Partnerinnen und Partner mit und bevor sie gingen, erkundigten sie sich nach unseren Profilen in den sozialen Medien, um noch weiterhin mit uns in Kontakt bleiben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich kann aus n\u00e4chster N\u00e4he berichten, dass dies, obwohl es nur f\u00fcr einen kurzen Zeitraum war, eine sehr einpr\u00e4gsame und lehrreiche Erfahrung war. Sie hat mir eine entfernte Kultur n\u00e4hergebracht. Ich bin sehr dankbar, diese Menschen kennengelernt zu haben, und hoffe, dass ihnen der Besuch an unserer Schule gefallen hat und sie neue Erfahrungen mit nach Hause nehmen konnten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Sofia Davidovic Zwischen einem europ\u00e4ischen Klassenzimmer und dem Schultag am anderen Ende Asiens liegen nicht nur 8.500 Kilometer Luftlinie, sondern auch viele spannende kulturelle Unterschiede. W\u00e4hrend man in Deutschland gem\u00fctlich fr\u00fchst\u00fcckt, ziehen koreanische Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ihre Schuluniformen an, die oft mit gro\u00dfer Sorgfalt und Pflichtbewusstsein getragen werden. 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