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von Valentina Citera; Foto KI-generiert mithilfe von ChatGPT

„Du wärst schöner, wenn du etwas dünner wärst.“ Sätze wie diesen hören viele Mädchen schon früh. Besonders verletzend sind solche Kommentare, wenn sie aus dem eigenen Umfeld kommen, etwa von Freundinnen, Mitschülerinnen oder Mitschülern und sogar aus der Familie. Gleichzeitig begegnen uns überall scheinbar perfekte Menschen: auf Instagram, in Werbungen oder im Fernsehen. Sie haben makellose Haut, lange Haare und perfekte Körper. Doch diese Bilder haben oft wenig mit der Realität zu tun. Viele Fotos sind bearbeitet oder gefiltert, andere zeigen Menschen, die viel Zeit und Geld investieren, um so auszusehen. Trotzdem vergleichen sich viele Jugendliche mit genau diesen Bildern und setzen sich damit selbst unter Druck.

Vor allem Mädchen stehen dabei unter großem Druck. Dünn sein, aber nicht zu dünn. Sportlich sein, aber trotzdem weiblich. Natürlich aussehen, aber gleichzeitig perfekt gestylt sein. Egal wie man aussieht – irgendwie scheint es immer falsch zu sein. Kein Wunder, dass viele Jugendliche unsicher werden oder anfangen, ständig an ihrem Körper zu zweifeln.

Auch in der Schule spürt man diesen gesellschaftlichen Druck. Kommentare über Gewicht, Haut oder Kleidung fallen schnell. Oft sind sie gar nicht böse gemeint, aber sie können trotzdem verletzen. Manche trauen sich nicht mehr ins Schwimmbad, andere versuchen möglichst wenig aufzufallen. Statt sich wohlzufühlen, denken viele nur noch darüber nach, ob sie schön genug aussehen.

Dabei wird etwas Wichtiges vergessen: Jeder Mensch sieht anders aus und genau das ist normal. Schönheit kann nicht klassifiziert werden, Schönheit ist individuell. Wenn alle gleich aussehen würden, wäre die Welt ziemlich langweilig.

Vielleicht sollten wir deshalb anfangen, weniger über das Aussehen anderer zu urteilen. Ein Kompliment oder Schweigen statt verletzender Bemerkungen kann schon viel verändern. Denn am Ende sollte nicht das Aussehen entscheiden, wie viel jemand wert ist, sondern der Charakter. Gerade wir Jugendliche können hieran etwas ändern, indem wir aufhören, unrealistischen Idealen hinterherzulaufen und anfangen, uns so zu akzeptieren, wie wir sind.   

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