von Annabell Gafarow
An einem gewöhnlichen Samstagmorgen im Jahr 2020 verbrachte Britney schön ihre Zeit mit ihrer Mutter Alice und ihrem Vater James allein in einem kleinen Haus in der Stadt Cilton.
Sie genossen alle ihr Frühstück mit Gequatsche. Nachdem sie fertig waren, räumte die Mutter das Geschirr auf, Britney ging in ihr Zimmer, um zu lernen, denn sie war noch 15 und viele Klassenarbeiten kamen auf sie zu, und James ging in sein Büro. „Machst du dann bitte die Waschmaschine an, wenn ich gehe? Ich muss nämlich gleich zu einem Meeting in die Stadt, und dein Vater hat viel zu erledigen. Störe ihn am besten nicht“, rief Alice aus der Küche, die schon bereit war, sich die Jacke zu nehmen und aus dem Haus zu verschwinden. „Ja klar, sag mir nur Bescheid, bis wann du bleibst“, antwortete Britney ihr. Die Mutter rief kurz vor dem letzten Schritt zurück: „Ich bleibe bis halb acht dort“. Alice ließ die Tür hinter sich zuknallen.
Britney versuchte nun anzufangen zu lernen, aber die ganzen Vokabeln wollten nicht in ihren Kopf hinein. Also ging sie erst runter, um die Waschmaschine anzumachen, wie ihre Mutter ihr befohlen hatte.
Britney öffnete den Wäschekorb und sah dreckige Klamotten bis zum Rand. Sie öffnete zuerst das Bullauge und stopfte alles bis zum Gehtnichtmehr hinein und schloss das Bullauge mit voller Kraft zu.
Doch plötzlich, nachdem Britney die Waschmaschine eingestellt hatte, fing die Trommel der Waschmaschine an, hin und her zu wackeln wie noch nie.
Aber Britney dachte sich nichts Großes dabei, bis sie bemerkte, dass die Badezimmertür abgeschlossen war und sie nicht aus dem Badezimmer rauskam. Also drückte und klopfte sie mit voller Wucht gegen die Tür, in der Hoffnung, sie aufzukriegen. Britney holte tief Luft und schaute sich um und sah nur eine Tür vor sich, hinter der alles verschwommen aussah und es kaum zu erkennen war, was direkt dort sein könnte, wie ein Portal. Britney entschloss sich, ohne groß nachzudenken, hineinzugehen. Sie machte einen ersten langsamen Schritt und direkt wurde sie mit viel Kraft wie von einer Leine mitgezogen. „AHHHH!“, erschrak Britney und flog nach unten, wie vom Sprungbrett, nur dass sie nicht wusste, wo sie landen würde. Es war nur ein dunkler, weiter Weg nach unten zu sehen.
In der Zeit wunderte sich James, was wohl das laute Geschrei und die Geräusche waren. Er ging nach oben, um sicherzustellen, ob alles klar war. James sah die kleine Öffnung der Tür. Er ging rein und merkte, dass Britney nicht da war, also ging er zurück in sein Büro.
Zu der Zeit lag Britney hinter einer kleinen Gasse draußen auf dem Boden. Sie war da schon einige Minuten. Sie versuchte, mit Kopfschmerzen aufzustehen, und guckte sich um. In der Nähe waren nur Müll und Container zu sehen. In dem Moment, als Britney aufstand, kam ein Mädchen vorbei, das gleich alt wie Britney aussah, und sofort fragte Britney nach: „Hey! Es ist keine gute Idee, hier alleine unterwegs zu sein. Was machst du denn hier?“ „Ich weiß ebenfalls nicht, warum ich hier bin, aber du läufst doch auch alleine rum“, antwortete Britney nach paar Minuten, da ihr Kopf noch nicht im besten Zustand war. Das Mädchen erwiderte direkt darauf: „Ich wohne nur fünf Minuten von hier entfernt, ich komme gerade von der Schule. Ich nehme jedes Mal diesen Weg, und hier könnten Ratten sein, aber ich bin immer bereit für alles! In meinem Rucksack sind nicht nur Sachen für die Schule.“ Britney unterbrach sie: „Interessant, wie heißt du denn eigentlich? Ich bin Britney.“ „Sarah heiße ich. Schön, dich kennenzulernen. Und wie wäre es, wenn ich dir helfe? Ich habe das Gefühl, dass es dir nicht gut geht. Ich könnte dich zu mir nach Hause bringen. Was denkst du?“, schlug Sarah vor. Britney nahm die Idee an, da sie in diesem Moment keine bessere Möglichkeit hatte.
Auf dem Weg erzählte Britney ihr alles, was bisher mit ihr geschehen war. Sarah erzählte genau, welche Dinge in der Großstadt, in der sie wohnte, passierten: „Es sind überall im Jobbereich nur Roboter angestellt.“ Britney sah solche nicht oft, da in ihrer Gegend wenig geschah. „Alle wurden mal Schrott und abtransportiert, aber viele hatten noch genügend Kraft, um Menschen etwas anzutun. Deshalb leben hier nur noch wenige Menschen und die Roboter entwickeln sich immer weiter und erschaffen sogar neue Roboter.“ Britney hielt das nicht für witzig und fing an, sich Sorgen zu machen.
Sarah wohnte alleine mit ihrer Mutter Kate im Hinterhaus ohne Roboter in der Nähe. Die Mutter versuchte alleine, auf ihre Tochter aufzupassen und gleichzeitig drei verschiedenen Arbeiten in der Woche nachzugehen. Deshalb war sie fast nie zu Hause. Sie kam jeden Tag spät nach Hause und verließ das Haus früh morgens. Sie machte dies alles, da ihr Mann im November einen traurigen Vorfall, ein Autounfall auf dem Weg nach Hause, gehabt hatte.
Sarah und Britney gingen in Sarahs Zimmer. Es war halb so groß wie das von Britney. Das Erste, was ihr ins Auge fiel, war das Einzelbett auf der rechten Seite, auf dem Sarah immer schlief. In der linken Ecke neben dem Fenster in der Mitte der Wand stand eine kleine Kommode. Britney schaute auf den Kalender, der über Sarahs Bett hing. Sie sah die Zahl 2125 als Jahreszahl. Britneys Hände fingen an zu schwitzen und sie merkte, dass sie durch die Zeit gereist war.
Die beiden setzen sich hin und kamen ins Gespräch. „Sarah“, tippte Britney sie an. „Ja, wolltest du was?“ „Wir könnten doch die grausamen Roboter besiegen. Würde das gehen? Ich glaube, die würden meine echte Zeit, aus der ich komme, beeinflussen”, meinte Britney als Idee. „Wie meinst du das? Ich verstehe nicht genau, was du mir erzählen willst”, guckte Sarah sie verwirrt an, während in Britneys Kopf viele Ideen auftauchten. „Welches Jahr haben wir denn?“ „2125. Warum fragst du das? Weißt du das etwa nicht?“, erwiderte Sarah mit einem Grinsen. Britney realisierte, dass sie mit dem Gedanken an eine Zeitreise richtiglag. Sie versuchte, Sarah ihre Gedanken genau und verständlich zu erklären.
Sarah saß geschockt und wie versteinert da. Die beiden einigten sich auf einen Plan, die nicht besonders netten Roboter zu entsorgen. „Wir haben jetzt genau siebzehn Uhr, wir haben Zeit, die allerwichtigsten Sachen mitzunehmen, zum Beispiel einen Baseballschläger und alle möglichen Ressourcen.
Sarah suchte ihn allen Ecken und Regalen danach. Britney saß am Bettrand, um einen Plan zu erstellen.
Um zwanzig Uhr waren sie bereit für den Weg. Die beiden Mädchen rannten aus dem Haus und fuhren mit dem Bus zum größten Schrottplatz der Stadt. Am Platz angekommen, gingen sie durch das große Tor. Die beiden waren bereit. Sie schauten sich um und suchten nach den halb lebendigen Robotern. Sie sahen Haufen alter, kaputter Teile von Robotern. „Sei vorsichtig, Sarah“, warnte Britney sie.
„BRITNEY!“, schrie Sarah, die plötzlich sah, dass ein Roboter auf Britney zukam. Sie drehte sich um und sah nun nun einen riesigen, nach Benzin stinkenden Roboter ohne einen Arm, an dem überall Kabel hingen. Britney wollte schon mit viel Kraft und Mut den Roboter kaputtschlagen, aber er war schneller und …
Da spürte Britney ein Stoßen an ihrer Schulter. „Schatz, steh auf, sonst kommst du noch zu spät zur Schule.“, das war die Stimme ihrer Mutter. Britney wachte mit einem schnellen, erschöpften Atem auf. Alice erschrak und fragte: „Alles gut? Hattest du einen Albtraum?“ „Ja, alles gut. Ich stehe auf und komme gleich“, brachte Britney hervor.
