von Aristotelis Blazi; Foto von Pixabay
Hallo zusammen,
die Sprache, ja, sie ist schon wahrlich ein Wunderwerk! Wo sonst können wir mit nur wenigen Buchstaben und Lauten extrem prägnant ausdrücken, was wir wollen? Wie sonst können wir uns verständigen, oder gar vor Gefahren warnen? Unsere Sprache ist ein Schatz: Wer sie beherrscht, ist mächtig, denn unsere Sprache ist eine große Macht – die Macht der Intelligenten. Nur wer sie geschickt einsetzen kann und möchte, kann einen Menschen manipulieren, oder ihn gar verletzen, ohne eine einzige Spur zu hinterlassen.
Jedoch hat die Sache einen Haken, ein Hindernis, gar eine Achillesferse. Gewalt, Kampf, den Tod. Nur wer seinen Mund aufkriegt und nicht von brüllenden Bomben, kreischenden Raketen oder stummem Gas übertönt wird, findet Gehör in einer solchen Situation, denn nur eine Macht ist häufig leider stärker: die Gewalt. Gewalt ist die Macht der Dummen, und macht die Sprache als solche völlig sinnlos. Nun könnte man meinen: „Reise doch aus der Gefahrenzone, entfliehe der Gewalt und der Lautstärke, die deine eigenen Laute übertönen“. Doch bringt das nur die Hürde einer anderen Sprache mit sich. Was nützt mir denn die Spielerei meiner eigenen Sprache, immer eine Metapher oder einen Vergleich auf den Lippen zu haben, immer sofort auf alles und jeden eine Antwort zu haben, wenn man mich nicht versteht? Wenn die Laute der Mitmenschen fremd werden, wenn ich mich nicht verteidigen kann, wenn ich gar verriegelt und verschlossen von der Außenwelt in meinem Bunker hocken muss, um mich selbst zu schützen?
Dies ist der Tod eines jeden Menschen. Jene, die nicht ihre Hände im eisigen Blute der kalten Gewalt waschen, sondern auf das hoffen, was sie am besten können: dass die Sprache wieder als oberste Priorität gesehen wird und Gewalt nicht mehr als die letzte Lösung, sondern nur noch dumme Provokation ist.
Eine perfekte Welt wäre das, eine intelligentere Welt, eine nicht so zerstörerische und eine, bei der das Köpfchen zählt, und nicht das, was man in den Armen hat.
Vielen Dank!
