von Ceylin Solak und Valentina Citera
Hallo Yurii, die Schülerschaft kennt dich als neuen Schulsprecher, aber noch nicht so gut als Person. Könntest du dich deshalb bitte einmal kurz vorstellen?
Hallo Valentina und Ceylin, mein Name ist Yurii. Vielleicht kennen mich noch nicht viele, weil ich Oberstufenschüler bin. Ursprünglich komme ich aus der Ukraine und lebe seit drei Jahren in Deutschland. Ich bin 17 Jahre alt, besuche die Q1 und meine Leistungskurse sind Mathematik und Chemie. Besonders Mathematik gefällt mir sehr. Ich habe schon an vielen Wettbewerben teilgenommen und ich interessiere mich generell für dieses Fach.
Mit welchen drei Eigenschaften würden dich andere beschreiben?
Das hängt von der Person ab, die mich beschreiben will. In der Regel würden mich andere aber als ambitioniert, humorvoll und zuverlässig bezeichnen.
Was war deine Motivation, dich als Schulsprecher aufstellen zu lassen?
Ich bin seit drei Jahren an dieser Schule und ich habe hier schon viel erlebt. Vieles gefällt mir hier sehr gut, manches würde ich aber gerne ein wenig verbessern – vor allem Dinge, die wir auch umsetzen können.
Wie vereinst du dein Amt des Schulsprechers mit deiner Rolle als Oberstufenschüler?
Zum Zeitpunkt des Interviews bin ich erst seit zwei Wochen Schulsprecher. Deshalb kann ich nur sagen, dass bis jetzt alles ganz gut funktioniert. In Zukunft wird es aber wichtig sein, ein Gleichgewicht zwischen der Schule, dem Amt und der Freizeit zu finden. Mal schauen, wie es in der Klausurenphase werden wird.
Uns ist bekannt, dass du mit den Stellvertretenden Sophie und Bilal kooperierst. Wie stellst du dir diese Zusammenarbeit vor?
Schon am Anfang wollte ich mir mit Sophie das Amt teilen, was leider nicht möglich war. Ich mag es, wenn Menschen mit unterschiedlichen Meinungen in einer Gruppe zusammenarbeiten. So kann man über verschiedene Ideen diskutieren und am Ende einen Kompromiss finden, wie man ein Projekt am besten angeht.
Hast du ein Vorbild, an dem du dich orientierst? Und wenn ja, wer ist es?
Das ist eine spannende Frage. Ich habe nicht nur ein Vorbild, sondern denke bei dieser Frage gleich an mehrere Personen und ihre Eigenschaften. Zum Beispiel orientiere ich mich stark an meinen Eltern. Ich bin stolz auf sie und versuche, in manchen Situationen so zu handeln wie sie. Außerdem gibt es auch Lehrkräfte, an denen ich mich orientiere, zum Beispiel an Herrn Sterlepper. Er ist unser Studienleiter und auch mein Mathematiklehrer. Ich finde ihn sehr nett und für mich ist er einer der besten Lehrer.
Nenne drei Dinge, die für dich an der Schule gut laufen, und drei, die du verbessern möchtest.
Mir gefällt an unserer Schule besonders, dass wir viele motivierte Lehrerinnen und Lehrer haben, die wirklich Lust an ihrer Arbeit haben. Außerdem finde ich es gut, dass wir viele verschiedene Projekte und Aktionen haben, wie zum Beispiel die alljährliche Weihnachtsaktion oder das Schulfest. Dadurch wird die Beziehung zwischen Lehrkräften und Lernenden gestärkt. Als dritten Punkt würde ich das Gemeinschaftsgefühl nennen.
Aus meiner Sicht könnte man die Beziehung zwischen Lehrerkräften und Schülerinnen und Schülern noch weiter stärken. Dazu habe ich auch eine konkrete Idee für eine Aktion. Außerdem könnte man auch die Toiletten durch kleinere Maßnahmen verbessern, wie neue Türen. Und schließlich wäre es schön, ein paar neue Projekte zu entwickeln.
Welchen Plan möchtest du als Erstes umsetzen und wie gehst du ihn an?
Als Erstes möchte ich einen „Tag der Lehrer“ einführen. Darüber habe ich schon mit der Schulleitung gesprochen, und es war auch Teil meines Wahlprogramms. Ich habe schon die Erlaubnis bekommen, diese Aktion umzusetzen. Sie wird voraussichtlich nach den Winterferien stattfinden. Genauere Informationen folgen noch, da wir grobe Ideen haben. Es soll allerdings nicht nur ein einzelner Tag werden, sondern eine ganze „Woche der Lehrer“, die für eine engere Bindung zwischen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften sorgen soll.
Vielen Dank, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast.
