von Ole Steffen; Foto von Pixabay

„Imagine all the people living life in peace.“

Es gibt viele Wege, sich für Weltfrieden und Gleichheit einzusetzen. Albert Schweitzer wählte beispielsweise den direkten Weg, indem er Krankenhäuser baute und Menschen half. Es gab aber auch eine Menge Musiker, die sich für dieselben Werte einsetzten und mit ihren Songtexten versuchten, diese den Menschen näherzubringen. Einer von ihnen war John Lennon.

Zusammen mit seiner Ehefrau Yoko Ono veröffentlichte er 1971 den Welterfolg „Imagine“. Ihr Ziel war es, die Menschen mit einem Lied darauf aufmerksam zu machen, wie die Welt aussehen könnte, wenn es keine Kriege oder andere Katastrophen gäbe, ohne dabei radikale Drohungen auszusprechen. So entstand ein ruhiger Soft-Rock-Song, der die Menschen immer wieder dazu auffordert, sich eine bessere Welt vorzustellen, in der jeder Mensch gleich ist und jegliche Unterschiede, egal ob kulturell, religiös oder anderer Art, keine Rolle spielen.

„Imagine there´s no heaven, it´s easy if you try.”

Das Ziel, vielen Menschen Hoffnung zu bieten, war erfolgreich. „Imagine“ stand mehrfach, vor allem kurz nach Lennons Tod, auf Platz eins der britischen Charts. Weltweit wurde der Song millionenfach verkauft und später auch gestreamt.

Meiner Meinung nach hat John Lennon bei diesem Song alles richtig gemacht. Einerseits sind die Lyrics sehr aussagekräftig und geben vielen Menschen Hoffnung, andererseits ist auch die Musik an sich ein voller Erfolg. Dieses Lied kann man gut weiterempfehlen, egal welches Genre man am liebsten hört.

Es gibt außerdem Parallelen zwischen der Ethik des Namengebers unserer Schule, Albert Schweitzer, und Lennons Aussagen in „Imagine“. Während der Song vor allem an die Gleichheit aller Menschen appelliert, kämpfte Albert Schweitzer eher für die Gleichwertigkeit aller Lebewesen.

„Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ – Albert Schweitzer

Trotz dieser Unterschiede ist die Grundbotschaft sehr ähnlich: Nur weil jemand anders aussieht oder anders denkt, bedeutet das nicht, dass er oder sie weniger wert ist als andere Menschen oder Lebewesen. Schweitzer wählte den direkten Weg und half den Menschen vor Ort, während Lennon den Menschen vor allem Hoffnung auf Frieden und eine lebenswertere Welt machte und andere dazu anregte, nicht aufzugeben und sich diesen Gedanken zu eigen zu machen.

„I hope someday, you´ll join us, and the world will live as one.“

Die gewählten Wege sind verschieden, aber beide Herangehensweisen hatten Erfolg. Gerade deshalb sollten Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule in diesen Song einmal hineinhören. Denn daran kann man sehen, dass man nicht aufhören sollte, für eine gute Sache zu kämpfen. Es gibt viele verschiedene erfolgreiche Wege, die man gehen kann – man muss nur den finden, der zu einem selbst passt.

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